Märkischen Allgemeinen Zeitung

MANDY MAMEDOW RUHLSDORF
! Einige sind schon daumendick. Damit aber auch die anderen Teltower Rübchen bis zum traditionellen Fest am kommenden Sonntag noch einmal kräftig wachsen, muss man wahrscheinlich die Daumen erst noch etwas fester drücken. Doch im „Förderverein für das Teltower Rübchen“, der das Fest erneut organisiert, ist man optimistisch, wie gestern auf einer Pressekonferenz zu erfahren war.

Bereits im Februar machte sich der Vereinsvorstand daran, die Zügel für das von Sponsoren aus der Wirtschaft und der Stadt Teltow unterstützte Rübchenfest in die Hand zu nehmen. Nach sämtlichen Terminabwägungen wurde es wegen der Landtagswahl schließlich etwas vorgezogen. Darum musste die erste Aussaat auch schon früher als sonst erfolgen. Bereits am 25. Juli kamen die Samen auf 4000 Quadratmetern der insgesamt zwei Hektar messenden Anbaufläche in die Erde. Ende August wurde die Aussaat abgeschlossen.

Wegen des wechselhaften Sommers hatten es die Rübchen anfangs allerdings gar nicht so leicht. Erst war es zu feucht, um mit der Technik aufs Feld zu gehen, ohne eine Bodenverdichtung zu riskieren. Dann, als die erste Saat endlich in der Erde steckte, war es zu trocken. Es musste gewässert werden. Und im Ergebnis gingen diese Rübchen dann eher sporadisch auf. „Es gibt teilweise sogar richtige Leerstellen im Feld“, berichtet Vereinsvorsitzender und Rübchen-Großanbauer Axel Szilleweit. Doch das Fest sei dadurch nicht gefährdet. Dafür haben sich bisher noch immer genügend Rübchen gefunden.

Das ist auch gut so, denn die regionale Spezialität zieht mehr und mehr Besucher aus Nah und Fern an. Auch für dieses Jahr haben sich schon Gäste bei Marion Korn vom Landhotel Hammer in Ruhlsdorf, auf dessen Gelände das Fest stattfindet, angemeldet. „Dort wird sich am Sonntag zwischen 12 und 18 Uhr natürlich alles ums Rübchen drehen – zum einen in seiner kredenzten Form auf vielerlei Weise zubereitet, zum anderen in seiner Urform, unbehandelt und frisch aus dem Boden“, wie Axel Szilleweit verlauten ließ. Ein großes Highlight ist neben Rübchensuppe, -torte, und -brot das Rübcheneis, und ganz neu mit dabei: Rübchentee und -bowle. Erstmals wird auch Bier vor Ort gebraut. Außerdem gibt es für die Kinder wieder ein buntes Freizeitangebot mit Bastelecke und Kletterwand, und schließlich wieder jede Menge Rübchensouveniers.

Alle Vorbereitungen sind getroffen, so dass der Startschuss in die Rübchensaison 2004/2005 am Sonntag um 11 Uhr direkt auf dem Rübchenacker in der Ruhlsdorfer Straße fallen kann. Anschließend geht es weiter zum Festplatz am Hotel, wo die frisch geernteten Rübchen auch verkauft werden. Ab Montag sind sie dann auf dem Hof von Axel Szilleweit in der Ruhlsdorfer Straße 74 erhältlich.